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Karten-Raum

Kreis Czarnikau / Netzekreis

 

Karte des südlichen Netzekreises mit den Ortschaften Hammer, Behle, Radolin sowie den Städten Schönlanke (Trzcianka) und Czarnikau (Czarnkow). (Stand: 2002)

(130 kByte)

Karte des südlichen Netzekreises mit den Ortschaften Hammer, Behle, Radolin sowie den Städten Schönlanke (Trzcianka) und Czarnikau (Czarnkow) aus dem Jahr 1939. (Atlas Deutsches Reich).

(134 kByte)

Kreis Czarnikau
und Netzekreis

Nachfolgend finden Sie Informationen über den ehemaligen Kreis Czarnikau und den Netzekreis.


 

Landkreis Scharnikau (Wartheland)

Der preußisch-deutsche Landkreis Scharnikau (Wartheland) und die Vorgängerkreise Czarnikau und Filehne bestanden in der Zeit zwischen 1818 und 1945.

Der Landkreis Scharnikau (Wartheland) umfasste am 1. Januar 1945 2 Städte und 58 Gemeinden.

Verwaltungsgeschichte

Provinz Posen 1896Königreich Preußen

Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress entstand mit dem 1. Januar 1818 der Kreis Czarnikau im Regierungsbezirk Bromberg in der preußischen Provinz Posen. Dieser umfasste meist ländliche Gebiete um die Städte Czarnikau, Filehne und Schönlanke. Der Kreis wurde zunächst von Schneidemühl im Kreis Chodziesen aus verwaltet; später war das Landratsamt in Czarnikau.

Norddeutscher Bund/Deutsches Reich

Seit dem 1. Juli 1867 gehörte der Kreis zum Norddeutschen Bund und ab 1. Januar 1871 zum Deutschen Reich.

Am 1. Oktober 1887 wurde der Kreis Czarnikau aufgelöst. Aus ihm entstanden die beiden neuen Kreise Czarnikau und Filehne. Der Kreis Czarnikau umfasste die Stadtgemeinden Czarnikau und Schönlanke und mehrere umliegende Gemeinden. Das Landratsamt war in Czarnikau.

Polen

Nach dem Inkrafttreten des Versailler Vertrages am 10. Januar 1920 gehörten die Kreisgebiete südlich der Netze als Czarnków dem polnischen Staat an. Nördlich der Netze waren die deutsch gebliebenen Kreisreste bereits seit dem 2. August 1919 gemeinsam verwaltet worden und wurden später ein Teil des neuen Netzekreises.

Deutsches Reich/Großdeutsches Reich

Zum 26. November 1939 wurde der polnische Landkreis Czarnków unter seinem deutschen Namen Czarnikau Teil des neugebildeten Reichsgaus Posen – später Wartheland – im neuen Regierungsbezirk Posen. Belegt ist auch eine „wilde“ örtliche Umbenennung in „Netzeburg“. Später wurde „Scharnikau“ üblich und seit dem 21. Mai 1941 war Scharnikau (Wartheland) der offizielle Kreisname.

Im Frühjahr 1945 wurde das Kreisgebiet durch die Rote Armee besetzt und trat danach unter polnische Verwaltung.

Ortsnamen

Durch unveröffentlichten Erlass vom 29. Dezember 1939 galten vorläufig hinsichtlich der bisher polnischen Ortsnamen die bis 1918 gültigen deutschen Ortsnamen. Diese globale Rückbenennung war möglich, da noch das gesamte deutsche Kartenwerk für die 1920 an Polen abgetretenen Gebiete (auch) die früheren deutschen Ortsnamen weitergeführt hatte.

Quelle: Wikipedia (http://www.wikipedia.org)

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Netzekreis

Der preußisch-deutsche Netzekreis bestand in der Zeit zwischen 1919 und 1945. Verwaltungssitz war die Kreisstadt Schönlanke. Der Netzekreis umfasste am 1. Januar 1945 2 Städte, 57 Gemeinden und 4 Gutsbezirke (Forsten).

Verwaltungsgeschichte

Deutsches Reich/Großdeutsches Reich

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurden bereits vor Abschluss eines Friedensvertrages große Teile der preußischen Provinz Posen polnisch besetzt. Vom 2. August 1919 ab wurden die restlichen deutsch verbliebenen Trümmer der Kreise Czarnikau, Filehne und Kolmar i. Posen vorläufig von Schönlanke aus gemeinsam verwaltet. Am 20. November 1919 wurden die Restkreise Czarnikau, Filehne und Kolmar i. Posen der neuen Regierungsstelle in Schneidemühl (Verwaltungsbezirk Grenzmark Westpreußen-Posen) unterstellt. Ihr Zusammenschluss zum neuen Netzekreis erfolgte am 15. Dezember 1919.

Zum 10. Januar 1920 trat der Versailler Vertrag in Kraft, wonach jetzt auch förmlich alle Gebiete der früheren Kreise Czarnikau, Filehne und Kolmar i. Posen südlich der Netze polnisch wurden. Zum 11. Januar 1921 wurde der Verwaltungsbezirk „Grenzmark Westpreußen-Posen“ in „Grenzmark Posen-Westpreußen“ umbenannt. Am 1. Juli 1922 konnten endgültige Regelungen hinsichtlich der Reste der Provinz Posen getroffen werden. Es wurde die neue preußische Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen gebildet, in die der Netzekreis eingegliedert wurde. Dieser trat am 1. August 1922 zum neuen Regierungsbezirk Schneidemühl.

Zum 30. September 1929 fand im Netzekreis entsprechend der Entwicklung im übrigen Preußen eine Gebietsreform statt, bei der fast alle bisher selbstständigen Gutsbezirke aufgelöst und  benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden. Am. 1. Oktober 1938 wurde der Netzekreis nach der Auflösung der Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen in die Provinz Pommern eingegliedert. Der Regierungsbezirk „Schneidemühl“ erhielt aus Traditionsgründen die Bezeichnung „Grenzmark Posen-Westpreußen“. Im Frühjahr 1945 wurde das Kreisgebiet durch die Rote Armee besetzt und trat danach unter polnische Verwaltung.

Quelle: Wikipedia (http://www.wikipedia.org)

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